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Klebebrücken / Flügelbrücken an Frontzähnen

Klebebrücken im Frontzahnbereich sind eine minimalinvasive Alternative zum Ersatz eines fehlenden Frontzahnes. Durch die Klebetechnik (Adhäsivtechnik) muss man nicht die Nachbarzähne komplett abschleifen, sondern es reicht eine geometrische Fassung auf der Seite der Zunge. In eine solche wird dann ein sog. "Flügel", der mit dem Ersatzzahn verbunden ist, geklebt. Deshalb heißen diese Restaurationen auch häufig "Flügelbrücken".


Bei dieser Patientin (Ende ihrer 40er Jahre) mussten zwei über 25 Jahre alte Pinledgebrücken aufgrund von Randkaries und Teillockerung entfernt werden.

Die Bilder zeigen diese Brücken, im Mund befindlich, in der Aufsicht und nach Entfernung außerhalb des Mundes. Nach der Entfernung der Brücken zeigten sich kariöse Schäden unterschiedlicher Größe an den Frontzähnen.

Für die endgültige Versorgung wurden eine Klebebrücke für den rechten Oberkiefer sowie eine Kombination aus einer Klebebrücke mit einer Krone für den linken Oberkiefer vorgesehen, wobei beide Brücken aus einer neuen, sehr verstärkten Glaskeramik hergestellt wurden.

Die Brücken sind sehr gut auf den zahntechnischen Modellen wie aber auch ohne selbige aus verschiedenen Blickwinkeln gut zu erkennen. Die letzten drei Bilder zeigen die eingeklebten Brücken nach nunmehr fünf Jahren.


Diese Frontzahn-Klebebrücken können auch eine Alternative zum Implantat sein.

Sie bieten sich vor allem für junge Patienten und Patienten mit sonst gesunden Frontzähnen an. Zum Einsatz kommen die meißten Brücken bei Patienten mit fehlender Zahnanlage oder Zahnverlust durch einen Unfall.

Durch klinische Studien an der Universität Kiel und in unser Abteilung konnte zwischen 2010 und 2016 gezeigt werden, dass Klebebrücken im Frontzahnbereich mit nur einem Flügel erfolgreicher abschneiden als mit zwei Flügeln. Zur Herstellung dieses Zahnersatzes kommen verschiedene Materialien zum Einsatz. Bewährt haben sich vollkeramische Materialien, die den Vorteil haben, dass keine ästhetisch störenden Metallanteile zu sehen sind, die den Zahn grau erscheinen lassen können. Die klinischen Studien haben auch gezeigt, dass sich die Verwendung von Vollkeramik nicht nur ästhetisch, sondern auch langfristig bewährt. Einflügel-Brücken sind seit 2016 als Regelversorgung der Gesetzlichen Krankenversicherung anerkannt.