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Kombinationszahnersatz


Bei dieser 50-jährigen Patientin konnte aufgrund des schlechten Zustands vieler Restzähne sowie aber auch aufgrund des vorgeschädigten Zustands der noch verbleibenden Zähne kein festsitzender Zahnersatz eingesetzt werden.

Hier erfolgte nach umfangreicher Zahnentfernung und Parodontalbehandlung (sog. „Zahnfleischbehandlung“) die Eingliederung von sog. teleskopierenden
Brücken im Ober- und Unterkiefer.

Dazu werden die verbleibenden Zähne mit Metallkronen versehen,
die der Techniker mit vielen, zueinander parallelen Flächenanteilen herstellt (sog. Teleskopkronen).


Über diese werden dann die beiden Brücken geschoben, die durch Haftreibung sehr sicher halten. Da alle Restzähne mit solchen Kronen versehen werden konnten/mussten, konnte auf sämtliche Bügel im Ober- und Unterkiefer verzichtet werden, wodurch diese Art von Zahnersatz – obwohl herausnehmbar – vom Gefühl seitens des Patienten wie eine festsitzende Brücke empfunden wird. Der Vorteil eines solchen eher aufwändigen Zahnersatzes besteht u.a. darin, dass der Zugang zu den im Mund verbleibenden, überkronten Zähnen für die Hygiene optimal ist.

Weiterhin können bei entsprechendem Bedarf nicht erhaltbare Zähne entfernt werden, ohne dass sich die Grundkonstruktion und Größe dieses Zahnersatzes ändert (gute sog. „Erweiterungsfähigkeit“).

Bei dem letzten Bildpaar in Seitenansicht ist die Situation vor und nach der Behandlung zu erkennen.


Diese Patientin, die trotz eines Schlaganfalls einen Arm und die entsprechende Hand noch gut bewegen konnte, erhielt im Ober- und Unterkiefer eine Teleskopprothese mit sog. „Friktionsstiften“, mit deren Hilfe sich der Halt (und damit die bei einer solchen Patientin wichtige Frage der Herausnehmbarkeit/Bedienbarkeit) gut individuell einstellen lässt.

Als Material kommt hierbei nicht eine Goldlegierung sondern eine Cobalt-Chromlegierung zur Anwendung, wobei die im herausnehmbaren Zahnersatzteil (zweite Bildreihe rechtes Bild) sichtbaren Friktionsstifte mithilfe eines deutschen Patentverfahrens, der sog. Funkenerosion, eingebracht werden. Bei herausgenommenem Zahnersatz lassen sich die im Munde verbleibenden inneren Teleskopkronen sehr gut – auch in den Zahnzwischenräumen reinigen.

Darüber hinaus können einmal nicht mehr erhaltbare Zähne entfernt werden, ohne dass sich die Grundkonstruktion ändert.

Die beiden lächelnden Schlussbilder zeigen die Situation vor (links) und nach (rechts) der Behandlung. Der beim Lächeln etwas schräg gezogene Mund ist durch den Schlaganfall bedingt.


Bei dieser ca. 70-jährigen Patientin wurde im Oberkiefer auf zwei verbliebenen Restzähnen eine sog. Teleskopprothese und im Unterkiefer mithilfe von sog. metallkeramischen Verblendkronen und Geschieben eine sog. Geschiebeprothese eingegliedert.

Da im Oberkiefer nur sehr wenig Zähne vorhanden sind und im Unterkiefer nicht alle Restzähne mit Teleskopkronen versehen werden mussten, verfügt die Prothese im Oberkiefer über einen sog. Gaumen- und die Unterkieferprothese über einen sog. Unterzungenbügel.

Die im Mund verbleibenden Teleskop- (Oberkiefer) und Verblendkronen (Unterkiefer) sowie auch der herausnehmbare Teil sind aus ein und derselben Cobalt-Chromlegierung hergestellt; die Präzision für die Verankerung der Prothesen wurde mithilfe der sog. Funkenersionstechnik hergestellt.