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Veneers


Wenn die Zähne aus dem Kiefer treten sind sie von Natur aus regelrecht geformt - die Frontzähne anders als die Seitenzähne. Teilweise kommt es aber auch vor, dass etwa durch einen Unfall im Kleinkindalter oder Veranlagung Zähne verformt bzw. zu klein sind im Vergleich zum "Normalzahn". In manchen Fällen sind Zähne aber auch "zu schmal" für den Kiefer und es bleiben trotz kieferorthopädischer Bemühungen kleine Lücken/Spalten zwischen den Zähnen übrig. Andere Zähne sind etwas zu breit und ebenso "etwas schief" eingeordnet.


Diese 18-jährige Patientin erlitt beim Fahrradunfall eine Teilfraktur der beiden oberen linken Schneidezähne, die zunächst für etwas über ein Jahr provisorisch mit Kunststoff direkt nach dem Unfall aufgebaut wurden (erstes lächelndes Bild).

Das Röntgenbild zeigte glücklicherweise keinerlei Hinweise auf sonstige Zahn- oder Knochenfrakturen.

Als endgültige Versorgung wurden hier Verblendschalen (sog. Veneers) eingesetzt, die aus einem glaskeramischen Material vom Zahntechniker gepresst wurden.

Nach Anprobe der milchig weißen Rohteile werden diese vom Techniker endgültig bemalt und einem Glanzbrand unterzogen.


Die unteren/letzten vier Bilder zeigen die Situation vor und nach der Behandlung.


Dieser 18-jährige Patient erlitt mit ca. 15 Jahren einen Motorradunfall mit Verlust des mittleren oberen rechten Schneidezahns. Aufgrund verschiedener Überlegungen hat man sich entschlossen, die entstandene Lücke kieferorthopädisch durch Vorbewegen der Zähne auf dieser Seite zu schließen.

Der nunmehr an der Position des verloren gegangenen, größeren mittleren Schneidezahns stehende seitliche Schneidezahn ist deutlich kleiner als der ursprünglich an dieser Stelle befindliche Zahn (siehe vergleichsweise den linken oberen mittleren Schneidezahn).

Nach einer sog. Chirurgischen Kronenverlängerung wurde auch hier ein Veneer aufgeklebt, um das ästhetische Bild wieder zu harmonisieren.


Veneers sind dünne, individuell gefertigte Keramikschalen oder Verblendschalen, die in den meisten Fällen im sichtbaren Bereich auf die Frontzähne in Ober- und Unterkiefer aufgeklebt werden.

Dafür werden die Zähne sehr minimalinvasiv beschliffen, das heißt, es wird ein geringer Anteil der oberflächlichen Zahnsubstanz abgetragen. Es können damit verfärbte Zähne, Zähne mit geringen Fehlstellungen, zu kleine, zu kurze oder lückig stehende Zähne versorgt werden. Diese minimalinvasive und sehr zahnsubstanzschonende Form des Zahnersatzes liefert ein optimales ästhetisches Ergebnis.

Langzeituntersuchungen mit Beobachtungszeiträumen von über 10 Jahren zeigen, dass bei guter Pflege und regelmäßigen Nachkontrollen das ästhetische Erscheinungsbild sowie die Haltbarkeit der Restaurationen optimal gegeben sind.  


Non-prep Veneers

Eine Möglichkeit der ästhetischen Lösung sind sog. Non-prep Veneers. Das sind extrem dünne Keramikschalen (bis zu 0.1mm=100µm), die auf die Zähne aufgeklebt werden, ohne dass diese dabei beschliffen werden müssen. Es können damit Zahnlücken geschlossen werden, Zähne verbreitert bzw. vergrößert oder geringe Zahnfehlstellungen ausgeglichen werden. Es kann jedoch auch, beispielsweise durch ein Trauma zu Verlust gegangene Zahnsubstanz ersetzt werden. Die Behandlung ist für die Zähne sehr schonend und für den Patienten wenig belastend, da keine Betäubung und keine Zwischenversorgungen (Provisorien) benötigt werden. Jedoch müssen einige Grundvoraussetzungen gegeben sein, damit ein optimales ästhetisches Ergebnis erreicht werden kann. Zu diesen Grundvoraussetzungen gehören vor allem die Mundhygiene des Patienten und dass die Zähne nicht verfärbt sind. Kritisch sind auch kaufunktionelle Störungen. Da diese Methode der Versorgung sehr jung ist, stehen noch keine klinischen Langzeitergebnisse zur Verfügung.